Folge 10: Psychosoziale Zentren

Shownotes

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Das hier ist eine Petition gegen die geplanten Kürzungen für die ambulante Psychotherapie, welche zu längeren Wartezeiten auf ambulante Therapie und mehr Zeitdruck innerhalb einer Therapie führen würden. Letzteres wirkt sich vor allem negativ auf Menschen aus, die neben der Therapie an sich die Unterstützung ihrer Therapeutin bei anderen Notwendigkeiten wie Organisation von sozialer oder anderer medizinischer Unterstützung gut gebrauchen könnten wie es oft bei Menschen mit Fluchtgeschichte der Fall ist. Daher unterschreibt gerne!

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/2026/03/22/Petition196912.$$$.a.u.html

**Quellen: **

GEAS:

Abschiebungen:

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00:00:11:

00:00:16: Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge.

00:00:20: Das Megafon der Podcast der Seebrücke Köln.

00:00:23: Mein Name ist Kara ich bin Mitglied bei der Seeberücke Kölln und als erstes mir hier gegenüber sitzt Elisa ebenfalls Mitglied beider Seebrücken Köllnn.

00:00:33: Hallo!

00:00:34: Wir bringen euch heute die gewohnte Reihenfolge mit das heißt als Erstes sprechen wir von Neuem von unserem Notizblock, was beschäftigt uns so die letzten Wochen in der Asylmigrationspolitik?

00:00:49: Und dann kommt das Thema des Tages.

00:00:52: Da haben wir heute jemanden zu Gast und werden euch etwas erzählen zu den psychosozialen Zentren in Deutschland als Setz.

00:01:00: es kommt an die dritte Kategorie wo wir über Narrative sprechen werden.

00:01:06: Dann starten wir direkt mal mit dem, was uns so in den letzten Wochen beschäftigt hat.

00:01:10: Das war das GEAS, das gemeinsame europäische Asylsystem.

00:01:14: Da gab es nämlich just jetzt im Februar, zwanzig sechsundzwanzig nochmal Änderungen.

00:01:21: Elisa kannst du etwas dazu erzählen?

00:01:24: Du warst ja letztens bei einem Vortrag dazu.

00:01:26: Ja genau vielen Dank Kara!

00:01:29: Wir haben letztens erst Mitglieder der Seebrücke ein Vortrag zu Geas gehalten und dann dachten wir, es ist bestimmt auch interessant wenn man hier so die grübsten Rahmenbedingungen rein bringt.

00:01:42: Weil das gerade wirklich ganz aktuelles Thema ist bzw schon seit Jahren eigentlich ein aktuelles Thema.

00:01:50: Wir haben im Jahr zwanzig dreiundzwanzig als EU-Innenministerinnen dieses System beschlossen haben.

00:01:57: Haben wir dazu auch schon mal eine Radiosendung gemacht also schon vor drei Jahren.

00:02:02: Ihr könnt leider nicht reinhören, weil damals gab es noch kein Podcast dazu.

00:02:06: Stimmt genau!

00:02:06: Das konnte man sich dann nur damals im Radio anhören und deswegen dachten wir, wir können jetzt nochmal so die groben Rahmenbedingungen mitbringen und ja ist es gerade jetzt nochmal aktuell, weil eben wie du gesagt hast in Februar, dass das Gears Anpassungsgesetz vom Bundestag verabschiedet wurde.

00:02:26: Das heißt, es ist zwar ein EU Aber die Staaten haben einzelne Anpassungsmöglichkeiten und einzelne Spielräume.

00:02:34: Und das muss dann jeder Staat für sich selber klären, wie ihr diese Spielräumen ausnutzt.

00:02:40: Deutschland hat es jetzt getan.

00:02:42: Deutschland nutzt die Spielräube aber leider nicht in dem Sinne, wie wir uns das gewünscht hätten sondern nutzt diese um wirklich härtere Maßnahmen durchzusetzen als diese notwendig wären durch Gears

00:02:57: Also noch härter und schärfer als eigentlich vom Geher sowieso schon zwanzig, dreinzwanzig gedacht wurde?

00:03:05: Genau.

00:03:06: Ja, zwanzich, dreiundzwanzzig war ja noch die Ampelregierung will ich nochmal kurz dazu sagen das heißt auch die Grünen an der Macht, die da dieses Gesetz mit beschlossen haben oder mit dafür gestimmt haben.

00:03:18: Was uns damals ganz schön überrascht hat.

00:03:21: Okay also Deutschland hat jetzt beschlossen wie es umgehen möchte Vorgaben, die erstmal auf EU-Ebene beschlossen wurden.

00:03:32: Und wie du sagst, Elisabeth ist tatsächlich noch strenger geworden, noch härter als die EU-Vorgaben das eigentlich vorgeben.

00:03:45: was konkret hat Deutschland denn da sich jetzt festgelegt?

00:03:50: Ja genau also

00:03:51: Gears.

00:03:53: generell sehen wir halt schon mal als eine deutliche Verschärfung der jetzigen Asylgesetze.

00:03:59: Das heißt, wirklich eine unmenschliche Behandlung und menschenunwürdige Behandlungen von den Asylsuchenden.

00:04:09: zum Beispiel soll es eben konkret mehr diese gefängnisartigen Asyllzentren an den EU Außengrenzen

00:04:18: geben.

00:04:18: die haben wir glaube ich alle schon mal Bilder davon im Kopf.

00:04:22: wenn man dann Moria denkt, dass eine Lager was vor einigen Jahren abgebrannt ist oder andere Lager.

00:04:29: Danach hieß es diese Zentren sollen so nicht mehr umgesetzt werden.

00:04:33: Es wurden jetzt neue gebaut die noch viel krasser sind Die wirklich wie Gefängnisse aussehen und da die Menschen dürfen da oder kommen gar nicht raus Und die sollen jetzt ja vermehrt eingesetzt werden.

00:04:49: Die Menschen haben da keine gute Versorgung in diesen Gefängnisartigen, nennen wir sie immer Asylzentren.

00:04:57: Und auch rechtlich nicht.

00:05:01: Gesundheitssystem ist dann nicht ... Tatsächlich haben diese Menschen ja aber keine Straftat begangen.

00:05:07: Sie dürfen einreisen, Sie dürfen einen Asylantrag stellen Das ist ihr Recht und trotzdem werden sie dann eingesperrt unter ganz schlimmen Bedingungen an den EU-Außengrenzen.

00:05:19: Und was ich ja auch noch besonders erschreckend fand, war die Quotenregelung.

00:05:26: Die eingesetzt werden soll.

00:05:29: Ich glaube werden soll.

00:05:30: kann man gerade noch sagen genau wo tatsächlich viele durch die tatsächlich viele Menschen ihrer Fluchtgründe konkret gar nicht mehr vortragen dürfen sondern über so statistische Rechnungen die eigentlich in sich gar keinen Sinn ergeben einfach dann abgelehnt werden.

00:05:49: Ja, genau.

00:05:50: Je nachdem wo die Menschen herkommen wird dann einfach davon ausgegangen ob ihr Asylantrag angenommen oder abgelehnt werden.

00:05:56: das heißt persönlich Gründe können quasi gar nicht mehr vorgetragen werden.

00:06:01: Ich glaube man merkt wir brauchen eine eigene Folge dazu.

00:06:05: ich glaube auch

00:06:06: aber ja wir wollten es einmal hier reinbringen um euch abzuholen dass sich da gerade eben nochmal einiges tut auch eben auf deutscher Gesetzesebene und das Deutschland Ja, alles rausholen will was geht in restriktiveren Asylgesetzen.

00:06:26: Ja, dazu gibt es vielleicht bald noch meine ganze Folge.

00:06:29: aber soweit erst mal für heute!

00:06:31: So unsere nächste Kategorie ist jetzt das Thema des Tages und wir haben eine Gästin heute hier Das ist Maya.

00:06:39: Hallo Kara

00:06:40: Und Maya und ich haben zufälligerweise Gemeinsam schon mal gearbeitet und zwar im psychosozialen Zentrum für Geflüchtete in Düsseldorf.

00:06:50: Und um die psychosocialen Zentren für Gepflichtete soll es heute bei unserem Thema des Tages gehen, ich war da als Ärztin tätig und Maia ist auch weiterhin dort tätig.

00:07:03: Maia magst du dich mal vorstellen und erzählen was die Psychosoziale Zentren Für Gefluchtete eigentlich sind?

00:07:09: Genau, danke Kara.

00:07:11: Ja ich bin Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung und wir haben glaube ich damals gemeinsam ungefähr zur selben Zeit im PSZ angefangen.

00:07:22: Ich habe Ende zwanzig zweiundzwanzig dort begonnen.

00:07:27: Habe eine kurze Pause letztes Jahr gemacht und bin dann dieses Jahr wieder eingestiegen in die Arbeit im PSZ.

00:07:36: Und was ist eigentlich so ein psychosoziales Zentrum?

00:07:39: Das ist ein Zentrum, das für die Versorgung von Geflüchteten... zuständig ist und da eben ansetzt, wo die reguläre Gesundheitsversorgung ins Straucheln kommt bzw.

00:07:55: wo oft der Zugang von Geflüchteten zum Gesundheitssystem einfach nicht gegeben ist.

00:08:01: Und das PSZ setzt auch da an, wo es z.B.

00:08:05: an gewissen Kompetenzen mangelt wie interkultureller Kompetenz oder einfach dem Wissen um den Zusammenhang zwischen Flucht und psychischer Gesundheit, aber eben auch sprachlichen Kompetenzen.

00:08:20: Und die PSZ in Deutschland sind natürlich recht unterschiedlich aufgestellt.

00:08:27: Im PSZ Düsseldorf haben wir aktuell in unserem Team, vierzehn verschiedene Sprachen die wir sprechen und wir haben Zugang zu Sprach- und Kulturmittlerinnen.

00:08:38: Die auch zum erweiterten Team gehören und da werden insgesamt neunundzwanzig Sprachen

00:08:45: gesprochen.

00:08:46: Und ja so ein PSZ besteht aus einem interdisziplinären Team.

00:08:52: Wir haben wie Kara Ärztinnen dort, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen als auch Sozialarbeitende bzw.

00:09:04: JuristInnen und was nicht fehlen darf ist eine sehr gute Verwaltung die Geflüchteten gemeinsam unterstützen.

00:09:13: Ja und ich glaube das Besondere ist zum einen dieser sehr interdisziplinäre Ansatz.

00:09:20: Wo gibt es den sonst so?

00:09:23: Ich denke, den gibt's vielleicht im stationären Bereich.

00:09:26: Im Psychiatrien, wo dann auch Sozialarbeitende und Spezialtherapeutinnen und Psychotherapeuten in Erzien zusammenarbeiten.

00:09:34: aber da fehlt es dann oft doch an den sprachlichen Kompetenzen.

00:09:37: Und das ist natürlich im Zusammenhang der Fluchtmigration total wichtig weil viele Geflüchtete ja noch nicht lange in Deutschland sind und dementsprechend natürlich kein Deutsch sprechen Wie du auch schon sagt, das ist ein Sprach- und Kulturmittlerin.

00:09:53: Es geht dann auch um die kulturelle Komponente vielleicht bestimmte Redewendungen richtig zu verstehen, die man wenn man sie konkret direkt übersetzen würde gar nicht so begreifen könnte.

00:10:05: Das finde ich ist eben das ganz besondere an dem PSZ Und du sagst es auch schon da wo das Gesundheitssystem so in Strauch hinkommt.

00:10:14: Die PSZ sind kostenfrei.

00:10:16: also Vor allem während des Asylverfahrens hat man über lange Zeit als Person im Asyl verfahren nur Zugang zu so Notfall medizinischer Versorgung und Psychotherapie gehört nicht dazu.

00:10:29: Aber wenn man sich mal vorstellt, dass man ja einen Flucht hinter sich hat viele potenziell oder auch dann tatsächlich traumatische Ereignisse, dann braucht man ja auch mehr als vielleicht einmal ein Psychiater in Seen und ein Medikament bekommen sondern Dann braucht man ja auch langfristige Versorgen und Unterstützung.

00:10:48: Und das bieten eben die PSZs.

00:10:51: Genau, richtig!

00:10:53: Und oft fehlt es auch.

00:10:56: wenn es zum Beispiel nur um diese medizinische Versorgung geht dann fehlt da oft etwas was eben im PSZ abgedeckt wird.

00:11:06: zb jemand mit auf das Asylverfahren drauf guckt, auf den Stand des Asyl-Verfahrens und da entsteht eine Menge Sicherheit die oft Geflüchteten sonst in anderen Kontexten fehlt.

00:11:21: Ja auch einfach Sicherheit durch Kompetenz der Mitarbeitenden.

00:11:26: Das finde ich auch ganz wichtig!

00:11:27: Ich bin ja jetzt schon eine Weile raus aus dem PSZ.

00:11:30: Ich habe im Jahr zwanzig dreiundzwanzig dort mit euch zusammen gearbeitet.

00:11:33: Jetzt ist es schon zwanzzig sechsundzwzig.

00:11:36: Wie ist es denn im Moment in PSZ?

00:11:38: Aus welchen Ländern kommen die Klientinnen, die zu euch kommen und was sind so die Anliegen, die sie aktuell mitbringen.

00:11:45: Das würdest du sagen...

00:11:49: Länder aus denen die Geflüchteten kommen.

00:11:52: Das bleibt relativ gleich, ich hatte mir unsere Statistik angeschaut vom letzten Jahr und da waren die Top fünf Herkunftsländer Afghanistan Syrien, Guinea Irak und Iran.

00:12:07: das war zwanzig-vierundzwanzig auch sehr ähnlich.

00:12:11: Ich in meiner Arbeit sehe auch Menschen aus Somalia, aus der Türkei.

00:12:17: Also das sind auch Länder die sehr stark vertreten sind und generell haben wir zwanzig-fünfundzwanzig Personen aus fünfzig verschiedenen Ländern beraten.

00:12:29: Allein in Düsseldorf?

00:12:30: Genau!

00:12:31: Allein In DüsselDorf.

00:12:33: Wow, da sind wirklich viele...

00:12:35: Allein im PSZ-Düsseldorf, aber die Personen kommen nicht nur aus Düsseldorff selbst sondern eben aus dem Umfeld.

00:12:45: Wir haben einen Zuständigkeitsbereich der über Düsseldof hinausgeht in Städte wie Metzmann, Krefeld und einiges noch weiter drum herum was zur Bezirksregierung gehört.

00:12:59: Ja da kann ich vielleicht auch noch ergänzen dass es in Deutschland insgesamt einundfünfzig psychosoziale Zentren gibt mit einem gemeinsamen Dachverband.

00:13:07: In Köln gibt es auch eins, genau und die Klientenzahlen pro Jahr sind ungefähr so sechsundzwanzig Tausend für ganz Deutschland also relativ viele.

00:13:19: ich finde das klingt erstmal nach einer großen Zahl aber tatsächlich war das schon zwanzig dreinzwanziger auch so dass der Bedarf eigentlich überhaupt nicht gedeckt werden konnte dass man immer so hinterher hinkte was sind denn die Anliegen?

00:13:31: Also was brauchen die Menschen wenn sie zu euch kommen?

00:13:35: Oftmals ist das so, dass vor allem im Erstgespräch oder bei der Neuaufnahme einer Person erst mal ganz viel da ist.

00:13:44: Wir schauen uns eben an wo steht die Person im Asylverfahren?

00:13:47: wird da Unterstützung benötigt?

00:13:51: Oder geht es primär um Psychotherapie?

00:13:54: Oft ist es beides.

00:13:56: oft kommen Menschen in einer großen Not zu uns sodass eben diese interdisziplinäre Arbeit sehr wichtig wird.

00:14:07: Unser Rechtsteam wendet sich dann dem Asylverfahren zu und schaut, muss da etwas gemacht werden?

00:14:15: Muss mit AnwältInnen kommuniziert werden sofern die schon da sind?

00:14:21: Braucht die Person vielleicht eine Anwältin?

00:14:24: Und wir schauen welche Art von... Unterstützung braucht die Person gerade.

00:14:32: Bei mir in den letzten Gesprächen und in den letzen Vorgesprächen war es ganz deutlich, dass Personen gerne wirklich eine langfristige Psychotherapie sich wünschen.

00:14:44: Wir beginnen oft damit, Personen erst einmal zu stabilisieren das heißt zu schauen, dass die Personen im Außen eine Sicherheit finden.

00:14:57: schauen wir eben, ja wie kann man die Person weiter unterstützen?

00:15:02: Dass sie sich langsam eine Sicherheit und Stabilität in ihrem Leben aufbaut.

00:15:09: Ja ich glaube auch gerade diese Sicherheit im Außen ist ganz wichtig dass auch die Sicherheit im Innen langsam sich wieder ergeben kann.

00:15:18: Maya du hast grade Psychotherapie erwähnt.

00:15:21: Du bist dir selber auch Psychologin.

00:15:25: Ja, viele Menschen kommen ins PSZ wegen psychischen Symptomen.

00:15:30: Was sind denn Symptome oder Erkrankungen die die Menschen so mitbringen?

00:15:34: Ja

00:15:35: genau Menschen gerade zu Beginn kommen ja oft unter sehr hohe Anspannung in das PSZ haben vielleicht bisher noch nie Psychotherapie gehabt und noch nie entlastene Gespräche im Gespräch gesagt, es ist das erste Mal dass sie überhaupt über das sprechen können was ihnen passiert ist.

00:15:59: Oftmals geht es darum dass die Menschen eben eine Symptomatik entwickeln die nach starker Traumatisierung passiert entweder in ihrem Herkunftsland oder auf der Flucht.

00:16:16: Beides auch, dass sie selbst stark belastet.

00:16:20: Menschen berichten von Albträumen, von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, nächtlich im Aufwachen in Panik ins Schweiß.

00:16:31: Ich glaube das ist die häufigste Nennung bei uns.

00:16:34: eben wirklich Probleme mit dem Schlaf Das kann ein Symptom von Depression sein, aber oft ist es bei den Menschen die ins PSZ kommen einen Symptoms der posttraumatischen Belastungsstörung.

00:16:48: Das ist auch bei uns die häufigste Diagnose.

00:16:52: dazu kommen Angstzustände Panikattacken sogenannte dissociative Zustände in denen Menschen berichten dass sie auf einmal auf der Straße nicht mehr wissen wo sie sind oder nicht mehr wissen, wie sie an einen Ort gekommen sind.

00:17:12: und das passiert häufig bei bestimmten Auslösern zum Beispiel Gerüchen oder Geräuschen.

00:17:21: Das sind eben Dinge die jemanden an etwas erinnern können was in der Vergangenheit passiert ist an ein traumatisches Ereignis.

00:17:32: Ja ich habe dazu auch nochmal ein paar Zahlen rausgesucht zur Depression oder depressiven Episode und zu pastramatischen Belastungsstörungen.

00:17:42: Die depressive Episode hast du ja gerade schon beschrieben, die Zeichen zeichnet sich so durch herabgesetzte Stimmung.

00:17:49: man fühlt sich die ganze Zeit irgendwie nie dargeschlagen Man kommt nicht so richtig ins Tun ein fachsparer heißt das dann der Antrieb ist herabgesetzt.

00:17:58: also Man fühlt sich so antriebslos, das kennt man ja auch auf normalen Sprachgebrauch.

00:18:03: Der Schlaf ist gestört, der Appetit ist vielleicht ganz verringert... ...man kann zu grübeln neigen also immer wieder die gleichen Gedanken denken obwohl man merkt aber es bringt überhaupt nichts aus jetzt nochmal von hinten nach vorne und vorhin nach hinten zu überdenken.

00:18:17: aber es spiralisiert sich trotzdem die ganze Zeit im Kopf Eipträume genau dass alles kannst du depressiven Episode gehören.

00:18:25: Und in Deutschland haben die Krankenkassen gezählt, dass siebzehn Prozent ungefähr der deutschen Erwachsenen allgemein Bevölkerung an einer depressiven Episode gelitten haben.

00:18:37: Und die Prävalenz unter Geflüchteten in Deutschland sind so zwanzig bis vierzig Prozent also deutlich mehr.

00:18:44: Die Zahlen sind so ungenau weil einfach niemand zählt.

00:18:48: Also es gibt kein... Screening, wo am Anfang meine ich von Menschen in Deutschland ankommen die Symptome einer Depression abgefragt werden festgestellt wird oder diese Person ist psychisch erkrankt.

00:19:00: Die braucht Unterstützung sondern das fällt dann vielleicht irgendwann auf.

00:19:05: und es gibt ganz ganz weniger Studien die mal so Stichproben quasi gemacht haben in den gepflichteten Unterkünften.

00:19:13: aber wie gesagt es gibt da keine so guten Zahlen.

00:19:17: Ja und das andere was dir erwähnt hast, was ja auch sehr häufig ist.

00:19:20: Ist die PTBS also die posttraumatische Belastungsstörung dies vor allem dadurch gekennzeichnet dass sie ausgelöst wird durch ein dramatisches Ereignis wobei es können auch nicht so ganz klar abgegrenzte Eregnisse sein Und Menschen leiden dann an Wiedererleben.

00:19:39: Das heißt es fühlt sich plötzlich an als wären Sie genau in dem Moment noch mal inklusive dem Gefühl auf der Haut, den Geruch in der Nase und so weiter.

00:19:48: Es ist wirklich als Ermer noch mal in dem Moment.

00:19:52: Albträume die ganze Zeit eine Anspannung und Angst es könnte wieder irgendwas passieren.

00:19:57: das sind so die Symptome von einer ptbs Und in der deutschen allgemeinen Bevölkerung sind es ungefähr so eins fünf Prozent an einer pts leiden und unter den Geflüchteten in Deutschland ungefähr fünfunddreißig Prozent also auch viel viel mehr.

00:20:13: Und bei beiden Erkrankungen kann man sich ja vorstellen, wie einschränken.

00:20:17: Das ist im Alltag auch gerade wenn man so etwas Schwieriges gerade durchlebt wie ein Asylverfahren.

00:20:22: die kommen übrigens auch oft beide vor also auch beim PSZ-Klientin.

00:20:26: das ist nicht das eine oder das andere leider Ja genau deshalb so wichtig dass es die psychosozialen Zentren gibt und die halt Angebote langfristige Angebote für psychische Erkankung machen.

00:20:44: werde ich jetzt noch von einem Aufgabenbereich erzählen, mit dem ich viel zu tun hatte.

00:20:48: Damals ... ... und der hat mit Folter zu tun.

00:20:53: das heißt wenn ihr merkt dass Thema ist heute vielleicht zu schwer für euch das könnt ihr euch gerade nicht gut anhören dann macht doch den Podcast grade mal im Vorlauf zehn Minuten und dann ist das Thema des Tages rum.

00:21:11: Das Thema Folter wird dann nicht mehr besprochen werden.

00:21:15: Als ich damals im PSZ gearbeitet habe als Ärztin, da haben Mai und ich auch zusammengearbeitet in einem Projekt zur Folterspurensicherung Und ich muss sagen mir war damals noch gar nicht bewusst wie wichtig dieses Projekt eigentlich ist.

00:21:32: Ich hab mal ein paar Zahlen dazu rausgesucht.

00:21:35: MST International dokumentiert weltweit in hundred und vierzig Ländern Folter.

00:21:42: Beispiele sind Nigeria, Mexiko, die Philippinen, Marokko, Iran, Afghanistan und natürlich viele weitere.

00:21:51: Und circa jede fünfte Person, die in Deutschland Schutz sucht hat Folter erfahren.

00:21:58: In dem Projekt wo wir zusammengearbeitet haben da ging es darum auch die körperlichen Folgen von Folter also Narben vor allem zu dokumentieren.

00:22:08: Es war auch in Kooperation mit der Rechtsmedizin, der Uniklinik Düsseldorf.

00:22:13: Das war zum einen für die Klienten hilfreich weil das was sie erfahren haben so gesehen wurde und dokumentiert wurde.

00:22:23: Das hat dem Ganzen ja ein gewissen Anerkennung gegeben an Anerkennen von dem was Sie da durchlitten haben.

00:22:32: Und das andere was wichtig war waren die berichte dann von der Rechtsmedizin, die die Klienten mitverwenden konnten für ihr Asylverfahren.

00:22:42: Weil man im Asyl verfahren belegen muss was man aussagt und leider ist es nicht so dass einem Gutachter zur Verfügung gestellt werden oder Ärztin zur verfügung gestellt werden die dann gut achten könnten was man sagt wie zum Beispiel folter Narben begutachten könnten sondern das muss man komplett selber organisieren auch selber bezahlen Und das ist eben ein Angebot vom PSZ gewesen, dass wenn da aufgefallen ist, dass Klientinnenfolter erlebt haben die das konnten dokumentieren lassen.

00:23:17: Genau!

00:23:18: Ja aber ich habe leider erfahren mal ja es ist das Projekt jetzt nicht mehr gibt.

00:23:24: wie kommt das denn?

00:23:25: Genau, also die Laufzeit des Projektes war bis Ende zwanzig fünfundzwanzig.

00:23:31: Aber vor diesem Projekt gab es schon ein Vorläuferprojekt und leider haben wir es eben nicht geschafft nochmal so einen Nachfolgeprojekt zu erhalten.

00:23:49: Und das hat sicherlich auch viel mit den Allgemein-Mittelkürzungen im sozialen Bereich zu tun.

00:23:57: Diese Mittelkürzung sind schon, ich glaube, zwanzig dreiundzwanzig, zwansich vierundzwundzig in Gespräch gewesen und ja immer mehr ist es konkret geworden und immer mehr psychosoziale Zentren in Deutschland kommen das jetzt zu spüren.

00:24:18: der Bundesverband Psychosoziale Zentren gibt hier an, dass es ungefähr dreißig Prozent der EU-Mittel gekürzt wurden und bis zu einen vierzig Prozent der Bundesmittel für die psychosozialen Zentren.

00:24:35: Und dieses Projekt EXTU hieß das wurde eben aus EU Mitteln gefördert.

00:24:42: Es ist einfach sehr schwierig gewesen in den letzten Jahren ein EU-gefördertes Projekt zu bekommen, an einem Anland zu ziehen.

00:24:52: Und es ist mit sehr viel Aufwand verbunden dieser Projektanträge zu schreiben.

00:24:59: auch das EXTO-Projekt war eine gemeinsame Arbeit zwischen mehreren PSZ in ganz Deutschland weil das eben sonst nicht zu schaffen gewesen wäre und natürlich wollten wir uns vernetzen Und gemeinsam diese gute Arbeit machen.

00:25:19: Nur leider hat das jetzt so nicht mehr funktioniert und das ist wirklich sehr schade, weil es ein sehr wertvolles Projekt war.

00:25:27: Das finde ich auch.

00:25:29: Ja, das ist total schade und tragisch.

00:25:32: Ich finde, dass es das nicht mehr gibt.

00:25:34: Weil da ja vielen Klienten ein Angebot gemacht wurde was es jetzt nicht mehr geht.

00:25:41: Menschen erfahren das ja auch im Asylverfahren immer wieder, dass ihnen nicht geglaubt wird.

00:25:45: Dass dann Asylanträge abgelehnt werden weil eben ihr Bericht nicht geglaubt wird.

00:25:51: und Sie können jetzt also ohne so ein Projekt wie sollen sie denn belegen was sie berichten?

00:25:58: Also da werden ihn quasi die Hände gebunden.

00:26:02: und Ja ist auch die Frage wie viel politischer Wille dahinter ist, dass es eben So ist das menschen wenig Möglichkeiten haben ihre Aussagen auch zu belegen.

00:26:13: Abgesehen natürlich von den psychischen Auswirkungen, die damit einhergehen, dass da in der Menschen weniger gesehen und anerkannt wird.

00:26:25: Ja genau und Teil des Projektes war eben auch eine psychologische bzw.

00:26:32: psychotherapeutische Stellungnahme.

00:26:34: Es war sehr interdisziplinär.

00:26:36: das bleibt uns natürlich noch, das können wir weiterhin leisten.

00:26:42: Wir können durch den ärztlichen Kollegen, denen wir aktuell noch haben, auch eine Begutachtung anbieten aber es ist eben nicht mehr so glaubhaft.

00:26:58: in Anführungsstrichen würde ich sagen wie wenn das wirklich durch eine rechtsmedizinische Begütachtung passiert.

00:27:07: Ja, das sind halt einfach nochmal die Fachärztin dafür.

00:27:10: Die da fachärzliche Weiterbildung fünf Jahre gemacht haben Das war schon gut dass das ging sehr schade.

00:27:19: Wie geht es denn euch als Mitarbeiter in PSZ?

00:27:22: Ich weiß damals war es ja schon so Dass man auch mal Dinge mit nach Hause genommen hat weil auch klar war In der Arbeitszeit Schafft man überhaupt nicht den ganzen Bedarf zu decken.

00:27:34: zum einen die Anliegen der Einzelnen Klienten, weil sie einfach einen riesigen Blumenstrauß mitbringen an Herausforderungen durch das Asylverfahren.

00:27:45: Durch die Wohnsituation und die Unterkünfte in denen die Menschen leben müssen, durch die Trennung von ihren Angehörigen, durch Dinge, die sie erlebt haben, durch teilweise jahrelange Flucht, durch diskriminierende Erfahrungen hier in Deutschland... für eine einzelne Person immer sehr, sehr viel.

00:28:04: Man hat das Gefühl, wie soll man da überall irgendwie unterstützen?

00:28:08: Und dann sind es ja auch einfach noch viele Menschen die den Unterstützungsbedarf haben.

00:28:13: Das war schon zwanzig dreiundzwanzig so vor diesen Mittelkürzungen.

00:28:18: Wie geht es euch als Mitarbeitenden denn aktuell?

00:28:22: Ja, daher hast du was Wichtiges angesprochen und neben dem was man was man eben sieht und mit nach Hause nimmt ist es jetzt leider dazu gekommen, dass wir auch in unserem PSZ einen Aufnahmestopp verhängen mussten.

00:28:41: Das hat einfach damit zu tun, dass wenn wir nicht so stark betroffen sind von den Mittelkürzungen wie andere PSZs in Deutschland, auch hier Stellen nicht nachbesetzen konnten und das ist uns dort fehlt, sodass wir aktuell eben nicht nur die Aufnahmen stoppen sondern eben auch unsere Warteliste.

00:29:05: Die wir leider auch schon letztes Jahr einführen mussten geschlossen haben.

00:29:11: und auch hier kommt genau das was du ihm schon angesprochen hast so zum Vorstein.

00:29:18: ist es jetzt nicht nur dass was wir im PSD selbst erleben und hören was uns belastet Also diese Ungerechtigkeit, die wir in der Welt sowieso sehen und durch die Erzählungen unserer Klientinnen erfahren.

00:29:33: Sondern eben auch Personen, die Hilfe suchen ablehnen zu müssen.

00:29:39: Und das ist gerade in unserem Team eine starke Belastung.

00:29:45: Leider ist es jetzt so leider können anders verfahren, als wir es jetzt tun.

00:29:52: Und wir können uns im Team nur gegenseitig unterstützen und für einander da sein.

00:29:57: Das läuft zum Glück sehr gut und ist eine sehr kollegiale und sehr verständnisvolle Atmosphäre.

00:30:04: aber es ist wirklich tragisch und wir haben eben Menschen in unserem Aufnahmeteam die diese Rolle haben aktuell dass sie dieser Anfragen einfach ablehnen müssen Wohlwissend, dass es sehr wenige Alternativen gibt an die wir weiter vermitteln können.

00:30:25: Ja danke Maja für die Einblicke wie es aktuell im Psychosozialen Zentrum in Düsseldorf ist und wahrscheinlich ähnlich aussieht in vielen anderen Psychosocialen Zentren in Deutschland.

00:30:38: ja ich habe gerade das Gefühl ich würde gerne noch sagen was man alles machen kann damit etwas tun kann dass die Lage etwas besser wird für die PSZ.

00:30:47: Ich glaube, bei Wahlprogrammen von Parteien darauf achten.

00:30:53: Teilweise werden da auch Psychosozialzentren so der Explizit erwähnt und Kürzung von Geld dann für die oder eben nicht.

00:31:01: Da kann man drauf achten... Man kann natürlich auch selber privatspenden wenn man irgendwie Geld übrig hat an psychosoziale Zentren.

00:31:10: Man kann sich teilweise, kommt auf das Psychosoziale-Zentrum an auch dort ehrenamtlich engagieren.

00:31:15: Zum Beispiel als Begleitung zu Terminen

00:31:19: etc.,

00:31:20: es kommt aufs Zentrum an.

00:31:21: da könnte man sich, könnt ihr euch vor Ort informieren.

00:31:24: also wenn ihr das im Internet sucht, psychosoziales Zentrum und dann in der Nähe von wo ihr wohnt, dann findet ihr da bestimmt auch eine Website.

00:31:33: Ja Dann herzlichen Dank Marja.

00:31:38: Danke Kara für die Einladung.

00:31:40: Jetzt kommen wir zur Kategorie drei, Narrative.

00:31:45: Ja dieses Mal bringen wir euch das Narrativ mit was ich auch persönlich ganz naja okay egal ich reg mich nicht im Vorhinein drüber auf.

00:31:53: Narrative es gibt das Narrativ.

00:31:55: nur Straftäter werden abgeschoben.

00:31:57: also auch so ein bisschen steckt dahinter.

00:31:59: wer abgeschoben wird der hat das auch verdient ja grundsätzlich schon mal zweifelhaft.

00:32:04: aber wir wollten uns damit beschäftigen dieses Bild gerade zurück.

00:32:10: nur Menschen, die auch Straftaten begangen haben, welche auch immer abgeschoben werden.

00:32:15: Da habe ich direkt ein Gegenbeispiel aus meiner PSZ-Arbeit von der ihr ja gerade auch schon im Thema des Tages gehört habt.

00:32:23: und da habe ich damals zwanzig dreiundzwanzig eine alleinerziehende Mutter begleitet im Rahmen der PSZ Arbeit mit zwei Kindern.

00:32:31: eines der Kinder war behindert geistig und körperlich und die Familie kam aus Albanien.

00:32:40: Neben der Erkrankung des Kindes hat die Mutter auch Verfolgungen erlebt durch den aktuellen Partner, der das Kind abgelehnt hat.

00:32:50: Da gab es nicht nur diese Erkankung sondern noch andere sehr schwierige Umstände, die die Mutter letztendlich dazu veranlasst haben nach Deutschland zu kommen, um für ihren Sohn eine gute medizinische Versorgung zu erhalten.

00:33:03: und dieser Familie wurde abgeschoben und wieder zurückgebracht nach Albanien, obwohl wir eigentlich im PSZ-Team rechtlich auch noch viele Möglichkeiten gesehen haben wie man ja die Rechtsgrundlage gut argumentieren kann dafür dass die Familie bleibt und hier Asyl bekommt.

00:33:24: Aber dazu war dann gar keine Zeit mehr weil sie einfach zurückgebracht worden ist, abgeschoben wurden.

00:33:30: Das war sehr traurig.

00:33:33: Haben da noch E-Mail Kontakt gehalten mit der Mutter.

00:33:36: Die hat zunehmend verzweifelt war dann dort, bis der Kontakt irgendwann abgebrochen ist.

00:33:43: Und Elisa du hast aber auch ein positiv Beispiel für uns dabei.

00:33:48: Genau und zwar insofern dass man bei Abschiebungen auch was tun kann.

00:33:55: sagen wir es mal so... die Menschen, die vielleicht nicht in irgendeiner Organisation organisiert sind können da unterstützen.

00:34:04: Es geht jetzt konkret, wollte ich ein Beispiel mitbringen von einer Familie aus Georgien, die in Loma

00:34:11: sich

00:34:12: befindet oder da angesiedelt hat und diese sollte auch Ende Februar abgeschoben werden.

00:34:19: wir haben dazu auch aufmerksam gemacht, könnt ihr euch die Artikel nochmal anschauen.

00:34:25: Das hat ein bisschen Aufmerksamkeit erregt.

00:34:28: Bagrat ist auch ein Junge mit Behinderung der auch im Rollstuhl sitzt und seit einiger Zeit eben mit seinen Eltern in Loma die zynische Versorgung bekommt, die er benötigt.

00:34:46: Zusätzlich geht er auch hier auf eine Förderschule was auch besser funktioniert als auf der normalen Grundschule wo er vorher im Heimatstaat war und die Familie ist ja sehr gut angekommen.

00:34:59: mit diesen Unterstützung geht es Bagrat auf jeden Fall viel besser.

00:35:04: Und genau tatsächlich sollte die Familien aber recht spontan doch abgeschoben werden.

00:35:12: Ja, es war quasi sah erst sehr aussichtslos aus und dann haben wir eben als Organisation der Seebrücke uns da eingeschaltet.

00:35:22: Haben das Ganze öffentlich gemacht, haben auch noch mal die Härtefallkommission angeschrieben und haben ein bisschen Druck gemacht einfach

00:35:34: durch

00:35:36: mediale Aufmerksamkeit Und das hat sich dann alles ein bisschen hingezogen.

00:35:41: Es ging ein bisschen hin und her, aber nach ein paar Wochen war es wirklich so dass der Landrat dann verkündet hat, dass Baggrat und seine Familie nicht abgeschoben werden müssen.

00:35:55: Eben aus humanitären Gründen und der Empfehlung der Härtefallkommission aufgrund auch der Mehrfachbehinderung des Jungen.

00:36:05: Und das ist natürlich ein schönes Beispiel, in dem man sieht ja nicht nur wie wir am Anfang gesagt haben.

00:36:11: Nicht nur StraftäterInnen werden abgeschoben sondern auch wirklich einfach eine Familie

00:36:17: die

00:36:18: sich freut hier angekommen zu sein und eine medizinische Versorgung zu bekommen Auch die sollen abgeschoben werden und dass man auch sieht, dass man sich hier einbringen kann und solche Abschiebungen durchgeführt werden.

00:36:32: Ja, das ist wirklich ein schönes Beispiel.

00:36:34: Und ja in meinem Beispiel haben wir es damals mit dem PSZ-Team leider nicht geschafft diese Abschiebung zu verhindern und in deinem Beispiel aber schon durch Bürgerinitiativen.

00:36:48: die E-Rücke war mit beteiligt.

00:36:49: also da haben sich einfach viele Leute zusammen getan um dieser Familie zu unterstützen

00:36:54: auch

00:36:55: eben nicht aus dem professionellen oder professionalisierten Bereich und das finde ich auch ganz toll.

00:37:01: Beispiel dafür, was eben dann doch möglich ist und wo man doch noch etwas erreichen

00:37:05: kann.

00:37:06: Genau!

00:37:07: Und zu diesem Beispiel, das ich gebracht habe machen wir euch auf jeden Fall die Links in die Show Notes könnt ihr nochmal nachlesen und das ist wirklich ein ganz schönes Beispiel und es soll nochmal so'n bisschen Mut machen würde ich sagen dass wir uns auch wenn wir uns gegenseitig unterstützen und wenn we uns organisieren auch was dieser restriktiven Politik entgegensetzen können.

00:37:31: Ja, damit schließen wir für heute.

00:37:34: Dann danke euch fürs Zuhören und hoffentlich bis zum nächsten Mal!

00:37:38: Tschüss!

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